UND ERDE Ein junger Verein auf Ortssuche Den High Lions e.V. gibt es offiziell erst seit August 2025. Mit knapp über zehn Mitgliedern ist der Verein noch eine überschaubare, aber sehr aktive Truppe. Es gab bereits Highline-Aktionen an den Türmen des Panoramic Hotels im Harz sowie an der Okertalsperre in Zusammenarbeit mit den Harzwasserwerken. „Was uns fehlt, ist ein offizieller Ort, an dem wir trainieren können“, sagt Karina Stüwe. Ein Problem, das Slackline-Vereine bundesweit kennen. Dabei geht es dem Verein nicht nur darum, einen Platz zum Trainieren zu bekommen. Die High Lions wollen Braunschweig auch etwas zurückgeben und den Sport als Bereicherung für die Stadt sichtbar machen. Vorführungen auf Stadtfesten, Sportveranstaltungen oder anderen öffentlichen Events könnten Highlining für Menschen erlebbar machen, die sonst kaum damit in Berührung kommen. Ein fester Ort würde deshalb nicht nur regelmäßiges Training ohne ständige Genehmigungssuche ermöglichen, sondern könnte auch dazu beitragen, Highlining vom Ausnahmefall zu einem festen Bestandteil der lokalen Sport- und Veranstaltungskultur zu machen. Denkbar wären dafür etwa zwei ausreichend hohe und weit genug auseinanderstehende Gebäude, ein Privatgelände mit rund 70 Metern Länge, auf dem der Verein mobile Traversentürme errichten kann oder ein kleines Waldstück mit hohen Bäumen. Der Slackline-Verein aus Bremen zum Beispiel zeigt, wie es gelingen kann. Dort wurden nach jahrelanger Zusammenarbeit mit den Behörden mehrere Highlines offiziell genehmigt und sind durch Aufbauten auf Sommerfesten und anderen Veranstaltungen mittlerweile im Stadtbild integriert. Gemeinschaft und Motivation Am Ende steht für viele vor allem die Gemeinschaft im Mittelpunkt: Freundschaften, gegenseitige Unterstützung beim Aufbau und gemeinsam gefeierte erste Überquerungen. Slacklinen, ob am Boden oder in der Höhe, bringt Körper, Atem und Geist für einen Moment zusammen und lässt jeden selbst entscheiden, warum er diesen Sport verfolgt: als Ausgleich, als Weg zu mehr Gelassenheit oder aus Neugier auf die eigenen Grenzen. Wer neugierig geworden ist, ist bei den High Lions herzlich willkommen. Zum Einstieg braucht es weder Schwindelfreiheit noch besondere Vorkenntnisse. Es reicht die Lust, die ersten wackeligen Schritte zu wagen. Mehr über den Verein und Möglichkeiten zum Mitmachen gibt es unter www.highlions.de. High Lions Fotos Alexander Lach, Karsten Stross, Maja Kusche
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