SUBWAY Oktober 2026

37 wegs ist, jagen. Die Titel entstehen also vor dem eigentlichen Schreibprozess. Erst müssen Titel und Cover stehen. Gibt es einen Ort in Braunschweig, von dem ihr euch schnell überzeugen lassen würdet, dass da schon mal etwas „Mörderisches“ passiert sei? Braunschweig bietet eigene Orte, die Oker, aber auch der Hauptbahnhof, sind denkbare Orte, an denen sicher schon mal was passiert ist. Es sind nicht die außergewöhnlichen Orte, die einen Fall spannend machen, sondern die Menschen, die darin verwickelt sind. Wie reagieren Menschen aus der Region darauf, wenn ihr ihre Stadt, ihr Viertel oder bekannte Orte plötzlich zum Schauplatz eines Mordes macht? Braunschweig giert ja schon seit Jahrzehnten danach, dass hier endlich einmal wieder ein ARD-Tatort spielt – warum eigentlich? Die Bevölkerung sollte doch froh sein, dass ihre Stadt sicher ist und hier nur in der Kriminalliteratur gemordet wird. Bislang positiv. True Crime ist ein Trend, der stetig weiterwächst. Bei unseren Lesungen interessiert die Zuhörer vor allem das Warum. Was macht einen Menschen zum Mörder? Wieder steht nicht der Ort im Mittelpunkt, sondern der Mensch und sein Handeln. Euer gemeinsames Projekt wird ab 2027 in neuer Konstellation weitergeführt. Was nehmt ihr persönlich aus der bisherigen Zeit mit? Könnt ihr uns exklusiv etwas darüber verraten, wie die Konstellation aussehen wird? :) Da uns Anna verlassen wird, um weiter intensiv an ihren eigenen Schrottland-Thrillern weiterarbeiten zu können, haben wir uns entschieden unser Projekt zu dritt weiterzuführen, weshalb wir das “Quartett” in eine “Triade” umwandeln. In Wolfsburg wird es 2027 mörderisch weitergehen. Das uns das Projekt doch sehr viel Spaß macht und wir auf jeden Fall noch weitere regionale Krimis veröffentlichen möchten. Was ist für euch schwieriger: einen glaubwürdigen Mord zu erfinden oder einen überraschenden Täter? Anna Darauf habe ich keine klare Antwort. Täter lassen sich nie in ein Muster pressen. Sie sind nicht gut oder böse und ein glaubwürdiger Mord hängt ja unmittelbar mit dem Täter zusammen. Warum tut er/sie das? Der innere Antrieb des Täters entscheidet darüber, ob ein Mord glaubwürdig dargestellt werden kann oder nicht. Lutz Ein glaubwürdiger Mord ist kein Problem. Und ein Täter sollte nicht überraschend auftreten – bei mir geht es darum, ihn klug zu überführen Wenn ihr vier gemeinsam einen echten Mordfall lösen müsstet: Welche Rolle würde jede/r von euch im Ermittlerteam übernehmen? Anna Ich würde im Hintergrund arbeiten. Im Büro, weg vom eigentlichen Geschehen. Sie kann ja kein Blut sehen. Silke Im Ermittlerteam wäre ich die, die den Wagen vorfährt. Franziska Ich würde die detektivischen Aufgaben übernehmen. Lutz Ich würde gerne die Einvernahme oder das Verhör mit Verdächtigen führen. IIhr seid zu viert – aber wer von euch wäre in einem Krimi am ehesten selbst der Täter und wer garantiert das erste Opfer? Anna Ich würde dem Täter geradewegs in die Arme rennen Silke Ich wäre sicher das erste Opfer, weil ich so gutgläubig bin. Franziska Ich wäre das Opfer, welches ich auch schon in Folge einer Begegnung mit einem Narzissten gewesen bin. Lutz Ich stehe für beides nicht zur Verfügung. Welche Person aus dem Quartett könnte am überzeugendsten lügen, ohne dass die anderen es merken? Lutz Welche scheinbar unschuldige Sache – ein Regenschirm, eine Kaffeetasse, ein Fahrrad, ein Schlüssel – wäre euer Lieblingsgegenstand für einen Mord? Ein Golfball als Geschoss! Was ist gefährlicher: ein cleverer Täter oder ein neugieriger Nachbar? Ein neugieriger Nachbar kann sehr gefährlich werden, weil er die Ermittlungen stören kann und vielleicht versucht, auf eigene Faust zu ermitteln. Wer von euch würde bei einer echten polizeilichen Vernehmung vermutlich am schnellsten auspacken? Vermutlich sind wir viel zu stur und eigenwillig. Wir schweigen alle. Ihr findet auf dem Burgplatz einen Umschlag. Darin liegen ein Foto, ein Schlüssel und ein Zettel mit eurem Namen. Was macht ihr zuerst? Wir würden zuerst den Zettel öffnen. Wenn dort tatsächlich unsere Namen stehen, wollen wir wissen, warum uns jemand hierhergeführt hat. Danach das Foto – und den Schlüssel würden wir erst einmal nicht benutzen. Noch nicht. Was war die verrückteste Idee für eine Geschichte, die es letztlich nicht ins Buch geschafft hat? Es war ein Stalker, den Anna selbst wieder aus der Anthologie verbannt hat. Und die vielleicht wichtigste Frage: Wer von euch vier wäre am schlechtesten darin, ein wirklich gutes Alibi zu erfinden? Alibis gegen wir uns gegenseitig. Ivonne Jeetze Das komplette Programm unter: www.lessingtheater.de Do | 5.11.26 Jan Weiler liest aus seinem neuen Roman »Vogelhaus« Fr | 30.10.26 Klartext – Wolfenbüttel reimt sich Der Poetry-Slam im Lessingtheater Fr | 13.11.26 Letzte Lieder – und die Welt steht still Geschichten und Musik am Ende des Lebens So | 4.10.26 Louis Spohr Orchester Braunschweig Ein sinfonisches Programm mit Brahms, Weber und Schubert 8. und 9.10.26 In 80 Tagen um die Welt Schauspiel-Spektakel von Soeren Voima nach Jules Verne Do | 22.10.26 Vera Buck Keine Angst, Darling | Braunschweiger Krimifestival 2026

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