SUBWAY Juli/August 2026

POP & KULTUR 36 2026 SUBWAY.DE KUNST TRIFFT SOZIALES „Summer in the City“ bei den Paritätischen Sozialdiensten in Braunschweig Farben, Wärme und ein Gefühl von Zuhause – genau das möchte Janina Heinath mit ihrer Kunst vermitteln. Die 34-jährige Braunschweiger Künstlerin möchte mit ihren Werken nicht nur Wände schmücken, sondern eine besondere Atmosphäre kreieren. „Meine Bilder sollen Räume bereichern und Menschen Freude schenken – jedes Mal, wenn sie darauf schauen“, sagt sie und teilt ihre kreativen Einblicke auch auf Instagram unter @janinahth_art. Am 06. August stellt sie ihre Arbeiten erstmals im Rahmen der Reihe „Kunst trifft Soziales“ bei den Paritätischen Sozialdiensten Niedersachsen in Braunschweig aus. Der Titel ihrer Ausstellung „Summer in the City“ verspricht Momente voller Leichtigkeit und lädt dazu ein, Kunst im Alltag neu zu entdecken. Vorab spricht Janina über ihre Leidenschaft für die Malerei, ihre Inspirationen und den Moment, in dem ein Bild für sie wirklich fertig ist. Wann hast du mit dem Malen begonnen und was hat dich dazu bewegt? Eigentlich habe ich schon mein ganzes Leben gemalt. Ob mit Acrylfarben, Aquarell oder einfach mit Stift und Papier – Kreativität hat mich immer begleitet. Mit der Zeit habe ich mich allerdings oft gefragt, wofür ich die vielen Werke eigentlich erschaffe und wohin sie am Ende kommen. Im letzten Jahr haben mich mein Mann, meine Familie und vor allem gute Freundinnen darin bestärkt, wieder bewusst etwas für mich selbst zu tun. Das Malen ist für mich ein wunderbarer Ausgleich zum Alltag geworden – ein Ventil, um abzuschalten, kreativ zu sein und neue Energie zu tanken. Was fasziniert dich bis heute am Malen? Vor allem die Freiheit, immer wieder Neues auszuprobieren. Ich liebe es, mit verschiedenen Techniken zu experimentieren, Farben miteinander zu kombinieren und zu beobachten, welche Wirkung dadurch entsteht. Gleichzeitig ist das Malen für mich viel mehr als nur ein kreatives Hobby. Es ist ein Moment des Loslassens und der Entspannung. Wenn ich male, kann ich vollkommen im Augenblick sein, den Alltag ausblenden und zur Ruhe kommen. Was motiviert dich besonders? Besonders motiviert mich die Freude anderer an meinen Bildern. Wenn Freundinnen oder Familienmitglieder meine Kunst lieben und sie in ihrem Zuhause aufhängen, zeigt mir das, dass meine Werke Menschen berühren und Räume mit Leben und Persönlichkeit füllen können. Das hat mir den Anstoß gegeben, meiner Leidenschaft wieder mehr Raum zu geben. Wie entsteht bei dir ein Bild von der ersten Idee bis zum fertigen Werk? Meine Bilder entstehen meist sehr intuitiv. Oft starte ich mit einer Technik oder einer Idee für eine bestimmte Struktur und wähle die Farben dann ganz nach Gefühl aus – je nachdem, was mich in diesem Moment anspricht. Während des Malprozesses entwickelt sich das Werk Schritt für Schritt. Ich experimentiere, ergänze neue Farbtöne und lasse mich von der Wirkung auf der Leinwand leiten. Es ist ein kreativer Prozess, bei dem nicht von Anfang an alles feststeht. Irgendwann entsteht ein Gleichgewicht, in dem jede Farbe ihren Platz gefunden hat und das Bild für mich stimmig wirkt. Dann weiß ich, dass das Werk fertig ist. Wo arbeitest du normalerweise? Hast du ein eigenes Atelier oder einen festen kreativen Raum? Aktuell arbeite ich in meinem eigenen kleinen Atelier zu Hause. Ich schätze es sehr, diesen Raum direkt in meinem Zuhause zu haben, denn so kann ich jederzeit spontan Ideen umsetzen und kreativ werden. Gleichzeitig wünsche ich mir, diesen Bereich in Zukunft noch zu vergrößern. Mein Traum ist ein Raum, in dem ich mich noch freier kreativ ausleben, neue Techniken ausprobieren und meine Kunst in einer inspirierenden Umgebung entstehen lassen kann. Gibt es Künstler:innen, Kunststile oder andere Einflüsse, die dich inspirieren? Ja, auf jeden Fall. Ich lasse mich gerne von Fotos Janina Heinath

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