POP & KULTUR 36 2026 SUBWAY.DE Das Mörderische Quartett 2026 besteht aus Anna Dugall, Silke Groth, Franziska Koblitz und Lutz Tantow. Gemeinsam haben sie unter anderem die Anthologie „Wenn Löwen jagen – Braunschweig-Krimis“ veröffentlicht; zuvor erschien „Wenn Eulen morden“ mit Fällen aus Peine und dem Peiner Land. Zudem wird das Quartett ab 2027 in neuer Konstellation weitermachen. Und da wollten wir doch mal nachfragen ;) Aber erstmal wollen wir wissen, wer ihr seid – kurz und knapp. Anna Dugall Vor allem bin ich ein Angsthase, auch wenn ich Thriller schreibe. Ich kann kein Blut sehen und bin die Erste, die wegläuft. Neben dem mörderischen Quartett konzentriere ich mich auf Schottland-Thriller, gewürzt mit ein bisschen Grusel. Silke Groth Ich bin vielseitig literarisch interessiert und schreibe Kurzgeschichten, Lyrik und mörderische Krimis. Gemeinsam mit Franziska habe ich vor 3 ½ Jahren den Autorenkreis Peiner Land gegründet. Franziska Koblitz Ich schreibe satirische Bücher über Peine und mache ganz viel Social Media, zudem habe ich den Autorenkreis Peiner Land begründet, den wir ehrenamtlich betreiben. Lutz Tantow Ich bin waschechter Braunschweiger Schriftsteller und schreibe über meine Heimatregion, das Segeln auf den Weltmeeren und das Reisen dazwischen. Autorenduos sind gar nicht mehr so unbekannt, aber wie ist die Idee entstanden, aus vier Autoren ein „Mörderisches Quartett“ zu machen? Die Idee, ein Mörderisches Quartett zu starten, war von Franziska ausgegangen, nachdem schon einige Anthologien mit vielen Autoren zu regional bezogenen Themen geschrieben worden waren. Wie wäre es mit Krimis, regional? Jeder sieht unsere Region mit anderen Augen und gerade der unterschiedliche Blickwinkel macht ein Quartett interessant. Jeder von uns legt seinen Fokus auf etwas Anderes und hat andere Lieblingsorte. So entstehen unterschiedliche Geschichten, die durch den Ort verbunden sind. Vier Autor, vier unterschiedliche Schreibstile: Was verbindet euch beim Schreiben von Krimis – und worin unterscheidet ihr euch aber auch? Uns verbindet die Liebe zum Schreiben und uns unterscheidet der Stil und die Herangehensweise beim Schreiben. So entsteht ein buntes Potpourri aus Morden und Fällen. Diese Vielfalt macht uns aus. Wie entscheidet ihr, welche Ideen es tatsächlich ins Buch schaffen? Wir überlegen uns die Tatorte von Beginn an und jeder schreibt, worauf er Lust hat. Sollten wir uns mal mit einem Tatort überschneiden, sprechen wir darüber, wessen Idee besser geeignet wäre. Dann wird festgestellt, ob etwas möglich ist oder einfach nicht ins Buch gehört. Hardboiled z. B. ist noch nicht vorgekommen. Jede Geschichte braucht ein Lektorat und die eigenen Fehler werden gern übersehen. Deswegen lesen und korrigieren wir kreuz und quer, bevor das Buch in den Druck geht. Wie läuft die Zusammenarbeit konkret ab: Schreibt jede/r die eigene Story komplett allein oder beeinflusst ihr euch gegenseitig während des Schreibprozesses? Jeder von uns schreibt seine eigenen Storys komplett allein, das Einzige, was wir voneinander im Vorfeld wissen, sind tatsächlich die von uns ausgewählten Tatorte. Der gewählte Stil wird nicht geändert. Was fasziniert euch daran, reale Orte zum Schauplatz mörderischer Geschichten zu machen? Besucht ihr die Orte auch vorab? Ja, wir besuchen die Orte auch, damit unsere Geschichten so authentisch wie möglich sind. Wir merken uns also, wo es gefährlich werden kann. Fasziniert von den realen Orten sind wir alle, weil es so greifbar scheint. Man geht mit anderen Augen durch die Stadt. Hier oder da könnte es passieren...Manche Orte üben eine ganz eigene Faszination aus. Inspiration kann hier alles sein. Ein Geruch, ein Straßenschild, eine vergessene Jacke oder Initialen auf einer Parkbank. Der Flair eines Ortes lässt sich am besten beschreiben, wenn man ihn erlebt hat. Mit „Wenn Löwen jagen“ habt ihr euch 2026 Braunschweig vorgenommen. Was macht Braunschweig als Schauplatz für Kriminalgeschichten so besonders und wie entstand der Titel? Wir haben mit “Wenn Eulen morden” in Peine begonnen und in Braunschweig dachten wir zuerst an den Löwen auf dem Burgplatz, der dort so ruhig steht, aber sicherlich nachts auch unterMEHR ALS NUR EIN „MÖRDERISCHES QUARTETT“ Wer sind die Autor*innen hinten dem Quartett? Wir sind direkt einer Spur gefolgt... Foto privat
RkJQdWJsaXNoZXIy NDcxNDky