SUBWAY Oktober 2026

19 Das Staatstheater Braunschweig inszeniert den britischen Erfolgsstoff »Dieses Stück geht schief« SCHIEFGEGANGEN anderen müssen Schauspielende und Techniker:innen reibungslos zusammenarbeiten. Die Theatermaschinerie Für das Team von »Dieses Stück geht schief« überhaupt kein Problem. Von knallenden Türen und lockeren Bilderrahmen über nur bedingt funktionsfähige Kleiderhaken bis hin zu ganzen Etagen, die in sich zusammenbrechen, läuft alles glatt, was nur schiefgehen kann. Bühnenbild, Requisite und Ensemble bilden eine Einheit, die funktioniert wie ein gut geöltes Getriebe. Wirklich jedes Missgeschick ist minutiös geplant und geprobt. Damit dabei auch ja niemand zu Schaden kommt, wurde sogar ein Stuntkoordinator engagiert, um die Spielenden bestmöglich auf die geplanten Pannen vorzubereiten. Das ist auch für das Staatstheater eine Besonderheit. Karte kaufen und mitlachen! Wer erleben möchte, wie aus einer vermeintlich perfekt geplanten Theateraufführung ein immer größeres Chaos entsteht, sollte sich diesen Abend definitiv nicht entgehen lassen. »Dieses Stück geht schief« ist noch bis Januar 2027 im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig zu sehen. Die nächsten Vorstellungen finden am 27. September um 14:30 Uhr sowie am 3., 9., 15., 17. und 23. Oktober jeweils um 19:30 Uhr statt; weitere Termine folgen bis zum 27. Januar 2027. Also: Platz sichern, zurücklehnen und dabei zusehen, wie garantiert nichts nach Plan läuft. Staatstheater Braunschweig Foto Thomas M. Jauck Seit Anfang August dieses Jahres präsentiert sich das Staatstheater Braunschweig in neuem Gewand. Der Grund: Operndirektor und Generalintendant Tobias Wolff hat jüngst die Leitung des Hauses übernommen und eine ganze Menge neue Leute mitgebracht, die sich jetzt darum kümmern, dass die Bühnen des Staatstheaters mit darstellender Kunst gefüllt werden. Zu ihnen gehört auch Schauspieldirektorin Antje Thoms, die mit ihrer Inszenierung der Komödie »Dieses Stück geht schief« am 18. September die Schauspielsaison des Großen Hauses einleitete. Lustig sein ist eine Kunst Und eines wird schnell klar – lautes Lachen steht in dieser Spielzeit auf der Tagesordnung! Nicht zuletzt dank der mit viel Feingefühl provozierten Schadenfreude in »Dieses Stück geht schief«. »Das Phänomen wird seit den Neunzigerjahren in den Bereichen Psychologie und Philosophie untersucht. Die grundsätzliche Erkenntnis: Schadenfreude hat einen sozial funktionalen Charakter. Ob eine Person über das Missgeschick einer anderen Person lacht oder Mitgefühl mit ihr empfindet, hängt oft davon ab, in welcher Beziehung die beiden stehen. Außerdem erscheint Schadenfreude zumindest auf den ersten Blick passiv: Schließlich entsteht sie in Situationen, in denen man beobachtet, wie einer Person ein Missgeschick passiert, ohne selbst aktiv daran beteiligt zu sein. Vielleicht liegt darin die eigentliche Pointe des Humors: Wir lachen, wenn die Welt aus der Reihe tanzt – und sind dabei erleichtert, dass es jemand anderes war, der über seine eigenen Füße gestolpert ist.«, so Maxi Ratzkowski, die Dramaturgin des Stücks im zugehörigen Programmheft. Damit dieses Gefühl gezielt beim Publikum hervorgerufen werden kann, muss zum einen natürlich die literarische Vorlage stimmen und zum TERMINE Dieses Stück geht schief | 3., 9., 15., 17. und 23. Oktober, jeweils 19:30 Uhr | Großes Haus (BS) staatstheater-braunschweig.de

RkJQdWJsaXNoZXIy NDcxNDky