In der Luft Segelfliegen ist eine einzigartige Erfahrung. Viele sind bei ihrem ersten Flug sehr begeistert, berichten die Vereinsmitglieder. Natürlich kann der erste Flug auch mal auf den Magen schlagen. Die Pilotinnen und Piloten nehmen aber immer Rücksicht auf die Bedürfnisse der Gäste, und wenn es unangenehm wird, geht es so schnell wie möglich zurück auf den Boden. Auffällig ist, wie leise es im Cockpit des Segelflugzeugs ist. Man benötigt kein Headset und kann sich in normaler Lautstärke unterhalten. Beim Fliegen sieht man die Welt von oben und spürt viel von den Bewegungen der Luft um das Flugzeug herum. Natürlich sieht man viel von der Landschaft, aber wer weite Strecken zurücklegt, entwickelt auch schnell einen sportlichen Ehrgeiz. Jeder Flug bleibt etwas Besonderes. Der erste Alleinflug zählt bei fast allen Pilotinnen und Piloten zu den persönlichen Highlights. Aber auch ein Flug in der Abendsonne oder mit einem neuen Flugzeugtyp ist immer aufregend. Teuer? Nicht unbedingt Dass es sich beim Segelfliegen um ein teures Hobby handelt, ist ein klassisches Vorurteil. Da die Flugzeuge keinen Motor haben, sind sie recht günstig zu betreiben. Außerdem braucht man zum Fliegen kein eigenes Flugzeug, sondern kann im Verein fliegen oder eines mieten. Für die Mitglieder von Akaflieg Braunschweig ist klar: Wichtiger als ein volles Portemonnaie sind Neugierde, die Bereitschaft, Neues zu lernen, und die Einbringung in den Vereinsbetrieb. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, ist Segelfliegen auf jeden Fall ein Teamsport, der nur funktioniert, wenn alle mitmachen und mit viel Enthusiasmus dabei sind. Besondere Vereinsgeschichte Den Verein Akaflieg Braunschweig gibt es schon seit 1922. Seit der Gründung beschäftigt er sich intensiv mit Luftfahrtforschung und hat bereits eine Reihe von Prototyp-Segelflugzeugen selbst ausgelegt, konstruiert und gebaut. Da der Verein zur Technischen Universität gehört, sollte man, wenn man mitmachen möchte, entweder studieren oder Azubi sein – so will es das Konzept der „Akademischen Fliegergruppe“. Der Studiengang beziehungsweise die Art der Ausbildung sind dabei egal. Viele Studierende kommen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik, aber zum Beispiel auch aus dem Lehramt. Jede und jeder kann in alle Bereiche reinschnuppern. Und egal ob man am Ende fliegt oder nicht: Es erwartet einen auf jeden Fall ein Tag an der frischen Luft, mit gutem Wetter und vielen spannenden Einblicken in Sport und Technik. Wer mehr über den Verein erfahren möchte, findet alle Infos online unter akaflieg-braunschweig.de oder auf Instagram unter @akaflieg_braunschweig. Eileen Schlätel Fotos privat
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