music 2026 SUBWAY.DE 12 Foto James Winstanley Yard Act aus Leeds gehört zu den spannendsten britischen Indie-Acts der letzten Jahre. Angefangen haben sie als eine Art Post-Punk-Erzählertruppe mit trockenen Beobachtungen über den Wahnsinn des Alltags, viel britischem Humor und einem Sänger, der oft eher spricht als singt. Auf der neuen Platte gehen sie einen Schritt weiter. Weniger kantiger Post-Punk und mehr bunter Mix aus Indie-Rock, Dance, Disco und elektronischen Spielereien. Das klingt erstmal nach einem Risiko – klappt aber prima. Was die Band besonders macht, sind die Texte. Es geht um Menschen, Eigenheiten, Unsicherheiten und die Absurditäten des modernen Lebens. Sänger James Smith schaut dabei auf die Welt wie jemand, der gleichzeitig genervt, fasziniert und amüsiert ist. Hier werden hörbar neue Dinge ausprobiert, statt nur noch die eigene Formel zu wiederholen. Wie schön! LW You´re Gonna Need A Little Music YARD ACT Genre Indie-Rock Release 17. Juli 2026 Label Universal NOTH haben ein Talent dafür, große Themen so zu verpacken, dass sie plötzlich ganz alltäglich wirken. Auf ihrer neuen EP geht es zwar um Konsum, Erwartungen und dieses ständige Mehr-Wollen, aber nie mit erhobenem Zeigefinger. Stattdessen erzählen die Songs kleine Geschichten, in denen man sich öfter wiederfindet, als einem lieb ist. Mal bissig, mal melancholisch, aber selten vorhersehbar. Klavier, Akustikgitarre, Streicher und Bläser im angenehm detailverliebten Arrangement. Was hängen bleibt, ist aber weniger ein einzelner Song als die zentrale Beobachtung: Egal ob Beziehungen, Karriere oder Glück – irgendwie scheint es nie ganz zu reichen. NOTH machen daraus keine große Gesellschaftsanalyse, sondern gute Songs. LW Wir wollen zu viel NOTH Genre Kammerpop Release 31. Juli 2026 Label NOTH Fazit wertvoll Fazit eigenwillig Der Titel verrät es schon: Es geht um Beziehungen in all ihren schönen und nervigen Zuständen. Nähe, Zweifel, Vertrauen, Veränderung – die großen Themen sind alle dabei, werden aber nicht als großes Drama inszeniert. Santo Virtù aus Wolfsburg mischt Pop mit Jazz-, Elektro- und Folk-Einflüssen und versucht dabei nicht, auf einen aktuellen Trend aufzuspringen. Hier wird nicht für Algorithmen gearbeitet, sondern für den Song. Das führt nicht immer zu den eingängigsten Momenten, sorgt aber für jede Menge Charakter. Wer große Radiohits sucht, wird hier vermutlich nicht fündig. Wer aber Lust auf einen Künstler hat, der ein konsistentes und authentisches Gesamtwerk schaffen will, sollte reinhören. LW Liebe kennt Game Over SANTO VIRTÙ Genre Pop Release 4. Juni 2026 Label selfpublished Fazit eigenständig
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