SUBWAY September 2021

34 2021 SUBWAY.DE FILMWELT I N T E R V I E W DAS SEIN, DIE LIEBE UND DAS GELD Regisseur Detlev Buck über „Die Bekenntnisse des Hoch- staplers Felix Krull“ B uck is back: Nach seiner Kinder- film-Reihe „Bibi und Tina“ wagt sich der Regisseur an Thomas Mann und verfilmt nach dem Drehbuch von Daniel Kehlmann „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“. Wie in sei- nen frühen Kult-Filmen „Erst die Arbeit und dann“, „Karniggels“ oder „Wir können auch anders“ beweist der gelernte Land- wirt, wie man die Lein- wand mit lakonischer Ko- mik brillant beackert. Die Hauptrolle in dieser überaus vergnüglichen Literaturverfil- mung übernimmt der angesag- te Star Jannis Niewöhner. Mit dem Regisseur unterhielt sich unser SUB- WAY-Filmexperte Dieter Oßwald. Herr Buck, Ihr „Hochstapler“ firmiert unter dem Etikett „Philosophische Komödie“ – was hat es mit diesem Begriff auf sich? Es geht um das Sein, das Dasein und die Lie- be. Sowie um den Erfolg. Und das Geld. Und Champagner. Und den Kosmos. Außerdem geht es um die Entscheidung darüber, wel- chen Weg man einschlägt. Das alles ist nicht immer ganz einfach. Aber doch ko- misch. Und vor allem leichtfüßig. Nichts sei komischer als verliebte, leidende Männer, haben Sie mal über den „Hochsta- pler“ gesagt ... Absolut. Der verliebte Marquis Venosta ist völ- lig süchtig und nicht mehr Herr seiner eigenen

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